Gut geworfen ist halb gefangen

Im Selbstversuch

Paleo: Tag 1.

Meine Kollegin Laura, die sich in der vergangenen Woche intensiv mit Low-Carb auseinandergesetzt hat, fühlte sich vor dieselbe Herausforderung gestellt, der ich mich heute ausgesetzt fühle: Das Frühstück.

Ich starte mit einem Bekenntnis in diese Woche, die mich ernährungstechnisch über 10.000 Jahre zurück in die Steinzeit versetzen soll: ich liebe die deutsche Brotkultur und würde jederzeit meinen Apfel gegen ein Puddingteilchen eintauschen. Getreide ist einfach mein Grundnahrungsmittel, morgens, mittags und abends. Das Paleo-Prinzip  klingt demnach wirklich nach einer echten Herausforderung. Kein Brot. Keine Getreideflocken.

Dann lasse ich es eben amerikanisch angehen und starte meinen Tag mit ein paar delikaten Eierkuchen.

Die erste Herausforderung: Die Zutatenliste.

Denn was da in den Eierkuchen kommt, hat ein herkömmlicher Haushalt in seinen Vorratsschränken nur selten zu bieten: Maniokmehl, Chufamehl, Kokosmilch, Vanillepulver. Immerhin Eier und Salz findeWas ich alles brauche ...n sich in meinem Grundsortiment, den Rest habe ich – in weiser Voraussicht – bereits am Wochenende besorgt (kleiner Tipp: Asia-Laden!). Und los geht’s!

Die zweite Herausforderung: Das Wenden des Eierkuchens.

Ich bin ohnehin keine Pfannkuchen-Expertin, aber das Wenden in der Pfanne (obwohl beschichtet) fällt mir doch recht schwer. Das Ergebnis erinnert in seiner Form eher an Kaiserschmarrn (natürlich auch essbar) denn an mein eigentliches Objekt der Begierde: der 26012015 014kreisrunde perfekte Eierkuchen. Denn das Auge ist ja bekanntlich mit. Denn die Struktur des Teiges (eventuell ist das auf die Beschaffenheit des Maniokmehls zurückzuführen, das gab es nämlich nur in „grob“) ist nicht klebrig genug, und der Pfannkuchen zerbröckelt beim Wenden. Das habe ich als meine persönliche Chance aufgefasst, um mich ENDLICH im Eierkuchen-Wende-Hochwurf zu versuchen!Die besten Ergebnisse (und damit meine ich nicht die Eierkuchen, die nach ihrem Wende-Manöver den Weg in die Pfanne nicht mehr gefunden haben) präsentiere ich Euch nun stolz:

Das Ergebnis!

Das Ergebnis!

Mein Fazit:

Geschmack: süß

Konsistenz: pfannkuchen-artig

Spaßfaktor: Definitiv vorhanden!

Und wer ebenso viel Spaß am heimischen Herd haben will, für den habe ich hier das Rezept noch einmal zum Nachbacken und -werfen:


Eierkuchen

Was Ihr für ca. 12 Eierkuchen braucht:

  • 100g Maniokmehl; 100g Chufamehl (Erdmandelmehl); 300ml Kokos- oder Mandelmilch; 1/3 TL Vanillepulver; 1 Prise Salz; 2 Eier
  1. Maniok- und Chufamehl, Milch, Vanillepulver und Salz mit Handrührgerät cremig rühren. Die Eier unter Rühren hinzufügen.
  2. Eine Antihaftpfanne auf hohe Temperatur vorwärmen.
  3. Den Teig mit einer Suppenkelle in die heiße Pfanne fließen lassen und mit der Unterseite der Kelle kreisförmig in Richtung Pfannenrand verstreichen.
  4. Nach einer Minute die Pfannkuchen wenden.
  5. Nach Belieben mit frischem Obst, Kokosstückchen, Honig, Ahornsirup oder Bacon belegt servieren.

Ein Gedanke zu “Gut geworfen ist halb gefangen

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