Algen essen

Allgemein, Gesund essen

Algen: Da denke ich ja erst mal an die blöden, grünen Dinger die beim Baden im Meer immer so stören… Aber von wegen: Algen sind so viel mehr! Wusstet ihr z.B., dass es ohne Algen gar kein Leben auf der Erde gäbe? Tatsache! Sie ermöglichten vor ungefähr 3 Milliarden Jahren durch das Anreichern der Atmosphäre mit Sauerstoff die Entstehung anderer Lebensformen.
Und nicht nur das: Algen sind auch richtig lecker und gesund!Ja, ihr habt richtig gelesen: Lecker!In Japan gelten Algen als Grundnahrungsmittel! Sie sind reich an gesunden Nährstoffen und Mineralien wie Magnesium, Jod, Eiweiß, Calcium und Kalium. So enthalten 100 g getrocknete Kombualgen  beispielsweise 710 mg  Calcium! Im Vergleich dazu sind in 100 ml Milch gerade mal 120 mg Calcium enthalten.
Außerdem lassen sich wirklich eine Menge verschiedener Speisen mit ihnen zubereiten und das Beste ist: sie sind dabei auch noch fett- und kalorienarm.
Eine typische Zubereitungsart kennen wohl die meisten: Sushi. Dafür werden getrocknete Noriblätter (Norialgen gehören zu den Grünalgen) mit Reis und rohem Fisch oder Gemüse belegt und gerollt.

Aus den  30.000 Algenarten von denen ungefähr 160 für den Menschen verzehrbar sind, lassen sich jedoch noch allerhand andere Köstlichkeiten zubereiten. Die für die Küche am interessantesten Sorten sind die Grün-, Rot-, und Braunalgen. Oft verwendet werden Kombu und Nori (Grünalgen), Dulse (Rotalge), Wakame, Arame und  Haricot de Mer (Braunalge) sowie Hijiki (Schwarzalge). Übrigens sind Nori und Wakame die einzigen unter ihnen, die man züchten kann, alle anderen Arten sind Wildalgen.

Wir von Umschau haben den neuen Trend natürlich schon selber getestet. Die Algenchips von Selwyn’s haben Laura und Vanessa  in einem Supermarkt in London entdeckt. Aber keine Sorge, verschiedenste Algenprodukte sind auch in Deutschlands (Bio-)läden- und supermärkten längst angekommen. Die meisten in der folgenden Liste enthaltenen Algenprodukte könnt ihr dort finden oder ihr bestellt sie euch einfach über den Onlinehandel.

  • Algentatar
  • Algenpesto
  • Algensalat
  • eingelegte oder getrocknete Meeresspaghetti
  • Algenflocken
  • Agar Agar (Geliermittel auf Algenbasis)
  • Algensalz
  • Algenbrat- und Currywurst ( ja, wirklich!) in den Varianten vegan/vegetarisch
  • Algenpulver

Ihr seht: Die Alge ist ein vielfältig einsetzbares Lebensmittel und es wird nie langweilig sie zu verwenden!

Wie genau? Das werdet ihr bald auch in unserem neuen Buch erfahren: Knallbuntes Spirulina-Erdbeereis am Stiel, Algenpizza und viele weitere tolle, außergewöhnliche Rezepte für Suppen, Brotaufstriche, Snacks und Desserts sind zu finden in ALGEN. DAS KOCHBUCH – GRÜNE POWER AUS DEM MEER.

Algen-cover-spreads

Vorab hier schon mal ein paar Tipps für die Zubereitung:

  • Dulse & Wakame können kleingeschnitten z.B. direkt in einen Salat gegeben werden. Als Bestandteil eines Gemüsegerichts müssen sie nur kurz mitgekocht werden.
  • Hijiki, Arame und Kombu sollten ungefähr eine halbe Stunde köcheln bis sie auf den Teller kommen.
  • Kombu kann sehr gut als Würzmittel verwendet werden und verringert zudem die Kochzeit von Hülsenfrüchten.
  • Je nach Art der Alge empfiehlt es sich diese vor dem Kochen einzuweichen. Vor allem Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion sollten die Algen aufgrund des hohen Jodgehalts in jedem Fall  einweichen: Dafür die Algen mindestens eine halbe Stunde in kaltes Wasser legen, danach das Einweichwasser abgießen und die Algen nach Anleitung kochen.
  • Wichtig: Immer die angegebene Rezeptmenge beachten. Denn je nach Sorte quellen die Algen im Wasser auf und ihr Volumen verdoppelt oder verdreifacht sich sogar.

 

In diesem Sinne werde ich auf jeden Fall auch selbst bald mal ein Rezept ausprobieren. Ergebnis und Geschmackserlebnis findet ihr dann hier auf dem Blog…

 

 

 

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