Zukunftsfood Meeresgemüse – mit einem Rezept für Seemannsbutter

Allgemein, Gesund essen, Rezepte

Zukunftsfood, Proteinquelle, Jodlieferant, nachhaltig: Es gibt viele gute Gründe, Algen und Salzgemüse auf den Speiseplan zu setzen. Mit Rezept für euren Algentest!

Algen wachsen in vielen tausend Arten im Meer und in anderen Gewässern, ihr Anbau braucht keine ohnehin schon knappe landwirtschaftliche Fläche an Land und man kann sie durch Trocknen sogar lange haltbar machen. Sie liefern pflanzlisches Protein und Jod, mit dem gerade die Menschen in Süddeutschland oft unterversorgt sind. Und sie haben ein ganz besonderes umami-Aroma, die Geschmacksrichtung neben den bekannten Aromen Süß, Sauer, Salzig und Bitter, das am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist, dann aber ungemein bereichernd.

Es gibt also viele gute Gründe, Algen einfach mal auszuprobieren, dennoch kennen viele sie nur als das schwarze Nori-Algen-Blatt, dass sich um ihr Sushi wickelt. Doch das ändert sich gerade: In England ist frischer Algensalat schon in der großen Supermarktkette Tesco angekommen, ein Niederländer entwickelt Algenpasta, in Deutschland wird vegane Wurst aus Algen hergestellt – doch das ist nur eine Auswahl! Pioniere auf der ganzen Welt züchten und verarbeiten Algen und erschließen so eine ganz neue Zutat für unsere Gerichte. Wir lernen sie jetzt erst einmal in ihrer naturbelassenen Form kennen: als würzige Seemannsbutter für euer Butterbrot.

Seemannsbutter mit Algen

250 g Pflanzenmargarine, Raumtemperatur
10 Persil de la mer (Meerespetersilie) oder getrocknete Meersalatflocken
Abgeriebene Schale und Saft von ½ Bio-Zitrone
1 kleine Schalotte, geschält und fein gewürfelt
1 kleine Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
feines Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Alle Zutaten außer Salz und Pfeffer in der Küchenmaschine zu einer homogenen Masse pürieren. Mit je 1 Prise Salz und Pfeffer würzen, dabei nur sehr wenig sazen, besser erst abschmecken und dann würzen. Algen bringen immer selbst schon Salz mit.

Die Butter in ein verschließbares Gefäß füllen und im Kühlschrank fest werden lassen. Die Butter hält sich im Kühlschrank 1 Monat und lässt sich auch gut einfrieren.

 

Ihr wollt noch mehr Algen essen? Dann schaut doch mal beim Rezept der Woche auf unserer Website vorbei…dort verraten wir ein weiteres Algen-Rezept.

Lisette Kreischer ALGEN Seemannsbutter

(C) Lisette Kreitscher et al.: ALGEN. Das große Kochbuch. Umschau Verlag 2016

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